Der Alevismus, bzw. das Alevitentum, ist eine Religionsgemeinschaft. Über den Ursprung gibt es unterschiedliche Theorien. Doch vorherrschend ist die Theorie, dass es sich beim Alevitentum im weitesten Sinne um eine Abzweigung aus den schiitischen Islam handele.
Die Spaltung im Islam begann nach dem Tod des islamischen Propheten Muhammet, der Divergenzen um die Nachfolge mit sich brachte. Dies führte zur Entzweiung des Islams.
Die Hauptkonfessionen Sunnitentum und Shiitentum sind entstanden. Im Gegensatz zu den Sunniten, die Ebubekir unterstützten, sahen die Shiiten Ali als den rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Muhammet.
Ali war der Cousin, Adoptivsohn und Schwiegersohn des Propheten.
Die Anhänger Ebubekirs herrschten aber im Islam vor. Zur Erhaltung ihrer Herrschaft wurden die Anhänger Alis verfolgt und ermordet. Höhepunkt dieser Morde war das Massaker in Kerbela, indem der dritte Imam Hüseyin, (Sohn von Ali) samt seiner Familie und Freunde ums Leben kam.
Die Sunniten legten fest, welche vom Propheten hinterlassenen Schriftstücke als heiliges Buch (Koran) zu gelten haben und wie sie zu verstehen seien.
Die Anhänger Alis lehnten dieses und damit die Schariat (Gesetzeskodex im Islam) und die Sunna (Verhaltensformen und -techniken im Islam) ab und treten für Laizismus und Menschenrechte ein, aufgrund dessen sie immer wieder Opfer gnadenloser Verfolgungen und Diskriminierung wurden.
Das Alevitentum, eine auf das 13./14. Jahrhundert zurückgehende, in Anatolien entstandene Religionsgemeinschaft, weißt Ähnlichkeiten mit dem schiitischen Islam auf.
Das Alevitentum ist außerhalb der Türkei noch in Syrien, Ägypten, Albanien, Iran, Irak verbreitet.
Fortsetzung folgt !!
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